Stadtbaumkampagne

Was ist die Stadtbaumkampagne?

Die Stadtbaumkampagne ist eine Aktion des Projekts Zukunftsgrün und macht auf die zentrale Bedeutung von Stadt- und Dorfbäumen (Siedlungsbäumen) für Klima, Umwelt und Biodiversität aufmerksam.
Ziel der Kampagne ist es, das Bewusstsein für die vielfältigen ökologischen Leistungen von Bäumen im öffentlichen Raum zu stärken und ihre Bedeutung für lebenswerte Orte sichtbar zu machen.

Stadtbäume erfüllen wichtige Funktionen: Sie filtern Schadstoffe und Feinstaub aus der Luft, produzieren Sauerstoff, speichern CO₂ und tragen zur Kühlung ihrer Umgebung bei. Gerade in dicht bebauten Bereichen helfen sie dabei, Hitzeinseln zu reduzieren und das lokale Klima zu verbessern. Gleichzeitig bieten sie Lebensraum und Nahrung für zahlreiche Tierarten wie Vögel, Insekten und Kleinsäuger und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt.

Im Rahmen der Kampagne sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, besondere Bäume im öffentlichen Raum zu melden und ihre Eigenschaften oder Besonderheiten zu beschreiben. So entsteht eine digitale Sammlung von Baumstandorten und Baumgeschichten, die die Vielfalt und den ökologischen Wert von Stadtbäumen sichtbar macht.

Im folgenden Abschnitt finden sich zahlreiche interessante Themen rund um Siedlungsbäume – von ihren Funktionen für Klima und Biodiversität bis hin zu Herausforderungen im urbanen Raum. Viele Beiträge bieten einen kurzen Einstieg in die jeweilige Thematik und verweisen über weiterführende Links auf vertiefende Informationen.

Wissenswertes

In den folgenden Abschnitten finden sich Informationen rund um die Bedeutung von Siedlungsbäumen – von ihren ökologischen Funktionen, den Herausforderungen des Klimawandels bis hin zur Eignung und Pflanzung im urbanen Raum. Die Beiträge bieten einen kurzen Einstieg in die jeweilige Thematik und verweisen dann über weiterführende Links auf vertiefende Informationen.

Klimawandel – Herausforderungen für unsere Region

Der Klimawandel hat volle Fahrt aufgenommen, weltweit. Schneller als im globalen Vergleich hat sich die Jahresmitteltemperatur im Alpenraum bereits um rund 2° erwärmt (Dumont et al. 2025). Bis zum Jahr 2085 wird selbst bei konsequenter Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen ein weiterer Temperaturanstieg von mindestens 1,5 °C prognostiziert. Bleiben wirksame Klimaschutzmaßnahmen hingegen aus und steigen die globalen Treibhausgasemissionen weitgehend ungebremst weiter an, könnte sich die Jahresmitteltemperatur in den Bayerischen Alpen bis 2085 um bis zu 5,4 °C erhöhen.  (Quelle: https://www.klima.bayern.de/klimawissen/bayerns_regionen_im_klimawandel/alpen.html)

Aus globalen Klimamodellen werden regionale Klimaprognosen abgeleitet, um die spezifischen Herausforderungen und Bedrohungen des Klimawandels in Gegenwart und Zukunft für eine bestimmte Klimaregion zu benennen. Auf diesen Prognosen basieren nationale und regionale Strategien zur Anpassung an den Klimawandel.
Für Bayern sind insgesamt sieben Klimaregionen durch das Bayerische Landesamt für Umwelt ausgewiesen. Das Allgäu bis zum bayerischen Bodensee liegt je nach Höhenlage in den zwei Klimaregionen „Alpengebiet“ und „Alpenvorland“.

Das Alpengebiet ist als kühlste Klimaregion Bayerns von den Auswirkungen des Klimawandels besonders stark betroffen: Alpengletscher schmelzen, so auch der einzige Gletscher des Allgäus, der Schwarzmilzferner am Hochvogel, der bis auf letzte Reste geschrumpft und bald verschwunden ist.
Gipfellagen im Permafrost tauen, Hänge und Schutthalden verlieren an Stabilität, die Gefahren von Bergstürzen, Muren und schleichender Erosion schreiten durch erhöhte Wahrscheinlichkeit von Extremwetterereignissen (Starkregen, Überflutungen) fort.
Auch die Zunahme an Hitze- und Trockentagen bis zu Dürrephasen mit Waldbrandgefahr und erschwerten Bedingungen für die Alpwirtschaft wird einen tiefgreifenden Wandel für die Landnutzung (Land- und Forstwirtschaft) nach sich ziehen. Der Sommer- und Wintertourismus wird sich an erhöhte Sommertemperaturen und im Winter geringere Schneemengen nur noch in höheren Lagen anpassen müssen.
Nicht zuletzt sind die sensiblen Ökosysteme in den Bergen bedroht, denn die an die extremen alpinen Lebensbedingungen angepassten Tiere und Pflanzen haben kaum Ausweichmöglichkeiten „nach oben“.

Das Alpenvorland als ursprünglich ebenfalls kühlere Klimaregion weist mit den überdurchschnittlich schnell zunehmenden Jahresmitteltemperaturen nun auch vermehrt Hitzetage und Tropennächte auf. Die Winter werden schneeärmer und die Wasserreserven werden knapper. Bislang außergewöhnliche Niedrigstände der Stillgewässer in der Allgäuer Seenlandschaft und am Bodensee werden zum Regelfall. Der Wasserhaushalt und alle davon abhängigen Ökosysteme sind Trockenstreß ausgesetzt, ebenso nimmt die Hitze als gesundheitliche Belastung für die Menschen in Siedlungen und Städten des Alpenvorlandes zu. Die neuen Klimabedingungen begünstigen das Einwandern wärmeliebender Pflanzen- und Tierarten und bedrängen die bisherige Biodiversität. Die traditionellen Landnutzungsformen des Menschen und der Tourismus müssen sich sowohl auf die geänderten Bedingungen einstellen als auch Bemühungen zum Klimaschutz verstärken.

Quellen und weiterführende Links

Klimawissen Bayern – Grundlagen und Folgen des Klimawandels
https://www.klima.bayern.de/klimawissen/index.html

Klimawandel in den Alpen – Veränderungen in Bayerns Hochgebirgsregion
https://www.klima.bayern.de/klimawissen/bayerns_regionen_im_klimawandel/alpen.html

Klimawandel im Alpenvorland – Auswirkungen auf Landschaft und Natur
https://www.klima.bayern.de/klimawissen/bayerns_regionen_im_klimawandel/alpenvorland.html

Klimawandel im Alpenraum – Herausforderungen für Natur und Mensch
https://www.alpenverein.de/files/broschuere-klimawandel-im-alpenraum.pdf

Permafrost in den Alpen – Bedeutung und Folgen seines Rückgangs
https://www.alpenverein.de/artikel/was-man-ueber-permafrost-wissen-sollte_39dea310-b939-4c21-b140-55b5d1df9e22

Der Schwarzmilzferner – Geschichte des einzigen Gletschers der Allgäuer Alpen
https://www.verschoenerungsverein-oberstdorf.de/unser-oberstdorf/heft-29/der-schwarzmilzferner-historische-dokumente-ueber-einzigen-gletscher-allgaeuer-alpen.html

Klimawandel in den Alpen – Auswirkungen auf Natur, Arten und Lebensräume
https://www.bund-naturschutz.de/alpen/klimawandel

Seen im Klimawandel – Veränderungen der bayerischen Gewässer
https://www.klima.bayern.de/klimawissen/wissenschaft_forschung/seen_klimawandel.html

Klimafaktenblätter Alpen und Alpenvorland in Bayern:

Grundlagen und Verwendung:
https://www.bestellen.bayern.de/med/7dd68662-b4a5-11f0-81ee-c3fc7d0a3316/4b0e6a70-1059-11d9-4c85-9d915831e9eb/0/lfu_klima_00171.pdf

Bayern und Alpen:
https://www.bestellen.bayern.de/med/7edcabc9-b4a5-11f0-81ee-c3fc7d0a3316/4b0e6a70-1059-11d9-4c85-9d915831e9eb/0/lfu_klima_00186.pdf

Bayern und Alpenvorland:
https://www.bestellen.bayern.de/med/7ee18dc0-b4a5-11f0-81ee-c3fc7d0a3316/4b0e6a70-1059-11d9-4c85-9d915831e9eb/0/lfu_klima_00187.pdf

Klimawandel – Strategien zur Anpassung

Anpassung an den Klimawandel – was ist damit gemeint?

Während Klimaschutz versucht, die Ursachen des Klimawandels zu bekämpfen (z.B. Reduktion von Treibhausgasen), ist mit der Anpassung an den Klimawandel eine vorsorgende Strategie zum Umgang mit den negativen Folgen des Klimawandels gemeint.
Ziel der Klimaanpassungsstrategie ist es, Risiken durch häufigere und heftigere Extremwetterereignisse für Mensch und Natur zu verringern bzw. zu vermeiden. Deutschland hat hierzu ein Bundes-Klimaanpassungsgesetz (KAnG) und eine Klimaanpassungsstrategie verabschiedet.

Graphik Quelle: https://www.klimagerechter-staedtebau.bayern.de/gutegruende/index.html

Klimawandelanpassung – wie geht das?

Klimawandelanpassung betrifft alle Lebensbereiche des Menschen und der Natur. Die nötigen Anpassungen erfordern neue Denkweisen, den Abschied von gewohnten Abläufen und eine schnelle Umsetzung. Die Strategien zur Anpassung sind abhängig von der jeweiligen Klimaregion.
Von der Großstadt bis zum Dorf sind die Prinzipien einer Schwammstadt die Leitidee der Zukunft. Unser Lebensumfeld muss mehr Wasser speichern – im Untergrund, auf Dächern, in Grünflächen. Mehr Stadtgrün durch Entsiegelung, mehr kühlende Aufenthaltsorte in Städten durch Klimabäume, die eine entscheidende Rolle spielen. Weiterhin können uns auch Fassaden – und Dachbegrünung sowie öffentliche Trinkwasserbrunnen helfen, Hitzetage besser zu verkraften.
Auch die traditionelle Landbewirtschaftung muss sich für neue Bewirtschaftungsformen öffnen und naturbasierte Lösungsansätze in der Landschaft zulassen. Dazu gehören Wiedervernässung von Moorgebieten, die Renaturierung von Flussgebieten und Auen, der Waldumbau in widerstandsfähigere (angepasste) Mischwälder. Mitgedacht werden muss dabei die heimische Artenvielfalt und der Schutz von naturnahen Lebensräumen unserer Natur- und Kulturlandschaft.

Das Umweltbundesamt, das Deutsche Klimavorsorgeportal, das Klimainformationssystem Bayern und viele mehr informieren zur Anpassung an den Klimawandel und zur Unterstützung von Anpassungsprozessen auf kommunaler Ebene.

Weiterführende Links

Orientierungswerte für öffentliches Grün – Empfehlungen für eine klimaangepasste Grünflächenplanung
https://www.bfn.de/publikationen/broschuere/orientierungswerte-fuer-oeffentliches-gruen

Klimaanpassung auf kommunaler Ebene – Handlungsmöglichkeiten für Städte und Gemeinden
www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgenanpassung/anpassung-auf-kommunaler-ebene

KLIVO-Portal – Klimainformationen für Vorsorge und Anpassung
www.klivoportal.de

Warum Klimaanpassung notwendig ist – Grundlagen und Herausforderungen
https://zentrum-klimaanpassung.de/wissen/warum-klimaanpassung

Deutsche Anpassungsstrategie 2024 – Leitlinien für den Umgang mit dem Klimawandel
https://www.bundesumweltministerium.de/download/deutsche-anpassungsstrategie-an-den-klimawandel-2024

KlimaStadtraum – Praxiswissen für klimaresiliente Städte und Gemeinden
www.klimastadtraum.de

BayKLAS 2025 – Aktuelle Klimaprojektionen für Bayern
https://klimainformationssystem.bayern.de/aktuelles/BayKLAS-2025

Klimawandel in Bayern – Beobachtungen, Trends und Zukunftsszenarien
https://www.bestellen.bayern.de/med/6ee8f616-b4a5-11f0-81ee-c3fc7d0a3316/4b0e6a70-1059-11d9-4c85-9d915831e9eb/0/lfu_klima_00181.pdf

Regionale Anpassungsstrategien im Allgäu

Klimaanpassung im Allgäu – Regionale Strategie für den Umgang mit Klimafolgen
https://www.allgaeu-klimaschutz.de/download/kwa-web.pdf

Klimaanpassungskonzept Landkreis Oberallgäu – Maßnahmen und Handlungsfelder
https://www.allgaeu-klimaschutz.de/download/kurzversion_klimaanpassungskonzept_lk_oa.pdf

Klimawandelanpassungsstrategie der Stadt Kempten
https://www.kempten.de/file/Klimawandelanpassungsstrategie.pdf

Klimaanpassungskonzept des Landkreises Ostallgäu
https://www.landkreis-ostallgaeu.de/fileadmin/landkreis/klimaschutz/Klimaanpassung/Klimaanpassungskonzept_Landkreis_Ostallgaeu_web.pdf

Klimaschutz und Klimaanpassung in Lindau bis 2035
https://www.stadtlindau.de/Bürger-Politik-Verwaltung/Klimaschutz/Klimaschutzkonzept-Lindau-B-2035/

Klimaanpassung im Unterallgäu – Maßnahmen für eine widerstandsfähige Region
https://www.landratsamt-unterallgaeu.de/buergerservice/natur-und-umwelt/klima/klimaanpassung

Stadtbäume – Schutzschirm gegen Hitze

Stadtbäume – vor allem große, ältere Bäume – sind echte Klima-Zauberer. Sie wirken als natürliche Klimaanlagen dem Hitzestress in Siedlungen entgegen.

Ein großer Baum macht Schatten. Durch den Schattenwurf wird zunächst die direkte Sonneneinstrahlung abgeschirmt. Zusätzlich erfolgt Abkühlung durch Verdunstung von Wasser auf der Blattoberfläche, da beim Verdunsten – ähnlich wie beim Schwitzen – Wärmeenergie entzogen wird. Umso größer der Baum, umso mehr Blätter, umso mehr Verdunstungskälte! Bäume können die Lufttemperatur in ihrer Umgebung um bis zu 12 Grad abkühlen, wobei ihre Kühlleistung je nach Baumart, Baumgröße und Umgebungsfaktoren variiert. Erst große und alte Bäume mit tiefen Wurzeln und einem breiten Blätterdach entfalten die volle Wirkung – und kühlen wesentlich effektiver als beispielsweise gehölzfreie Grünflächen wie Blumenbeete und Rasenflächen.  

Bäume betreiben dabei auch aktiven Klimaschutz, indem sie Kohlendioxid binden – und „nebenbei“ frischen Sauerstoff produzieren. Weiterhin helfen sie bei der Klimawandel-Anpassung, indem ihre Baumkronen Regen abfangen und Starkregenabflüsse mindern.

Nicht zuletzt verbessern sie die Luftqualität in der Stadt, indem sie Schadstoffe und Feinstaub filtern, sie reduzieren Lärm, verschönern das Stadtbild und fördern sowohl die menschliche Gesundheit als auch die städtische Biodiversität.

Bäume in Stadt und Land, als Wald, Gehölzinsel oder alleinstehend sind unsere Hoffnungsträger im Klimawandel. Wir müssen ihnen ausreichend Wasser und Raum zum Wurzeln und Wachsen geben, damit wir von ihren Leistungen profitieren können.

Um die Wasserversorgung des Stadtgrüns langfristig zu sichern, setzt sich allmählich das Prinzip der Schwammstadt durch, das die vielfältigen Möglichkeiten der natürlichen Wasserspeicherung im besiedelten Bereich verfolgt. Wo es nicht genügend Platz für einen Baum gibt, tragen zum Beispiel auch Fassaden- und Dachbegrünung dazu bei, gegen Hitze in der Stadt gewappnet zu sein.

Einige heimische Baumarten geraten allerdings bereits an ihre Grenzen, sie ertragen zwar die Stressfaktoren ihres Stadtlebens, können aber den zusätzlichen Belastungen des Klimawandels in Form von Hitze und Trockenphasen nicht mehr standhalten.

Umso wichtiger, dass nun sogenannte Klimabäume gepflanzt werden, die auch die kommenden Jahrzehnte weiter steigende Temperaturen bewältigen können.

Weiterführende Links

Grünflächen in Städten – Natürliche Kühlung bei Hitzeperioden
https://www.pflanzenforschung.de/de/pflanzenwissen/journal/schon-gewusst-gruenflaechen-kuehlen-staedte-ab

Stadtbäume – Bedeutung für Klima, Gesundheit und Lebensqualität
https://www.bund-naturschutz.de/natur-und-landschaft/stadt-als-lebensraum/stadtbaeume

Bäume als Hitzeschutz – Kühlung und Klimaanpassung im urbanen Raum
https://gruene-stadt-der-zukunft.de/wp-content/uploads/Steckbrief_Baeume-als-Hitzeschutz_Feder_Welling_2023.pdf

Quartiersgaragen und umgenutzte Stellflächen – Mehr Raum für Grün und Aufenthaltsqualität
https://gruene-stadt-der-zukunft.de/steckbrief-quartiersgaragen-und-umgenutzte-stellflaechen/

Bodengebundene Fassadenbegrünung – Klimaschutz durch begrünte Gebäudehüllen
https://gruene-stadt-der-zukunft.de/steckbrief-bodengebundene-fassadenbegruenung/

Wandgebundene Fassadenbegrünung – Begrünungslösungen für dichte Stadträume
https://gruene-stadt-der-zukunft.de/steckbrief-wandgebundene-fassadenbegruenung/

Dachbegrünung – Mehr Klimaschutz und Regenwasserrückhalt auf Gebäuden
https://gruene-stadt-der-zukunft.de/steckbrief-dachbegruenung/

Bäume als Hitzeschutz – Kühlung und Klimaanpassung im urbanen Raum
https://gruene-stadt-der-zukunft.de/wp-content/uploads/Steckbrief_Baeume-als-Hitzeschutz_Feder_Welling_2023.pdf

Stadt und Baum – Konflikt und Lösungsmöglichkeiten

Mehr als 60 % der Bundesbürger*innen leben heute in Städten mit 20.000 und mehr Einwohnern, rund 85 % der Bürger*innen sind es, wenn Kleinstädte hinzugezählt werden (Bundeszentrale für politische Bildung).
Mit Fortschreiten des Klimaerwärmung hängt die Lebensqualität in Städten zentral von der an den Klimawandel angepassten Durchgrünung ab. Den besten Hitzeschutz in versiegelten Siedlungsbereichen bieten große Laubbäume, am besten angepasst sind die heimischen Klimabäume der jeweiligen Klimaregion.

Doch Bäume können auch stören und müssen allzu häufig weichen. Täglich werden in Deutschland durchschnittlich 55 Hektar für Siedlungs- und Verkehrsflächen verbraucht. Hinzu kommen vor allen in Großstädten Flächenbedarf für Nachverdichtung, Umnutzung, Modernisierung und zunehmender Bedarf an Untergrund-Nutzungen für Leitungen, Tiefgaragen und ÖPNV.
Anstatt mehr, gibt es laut aktuellem Hitze-Check 2026 der Deutschen Umwelthilfe (DUH) immer weniger große Bäume in den meisten bayerischen Städten. Erstmals wurde hier per Fernerkundungsanalyse über mehrere Jahre (2018-2025) hinweg untersucht, wie sich die Baumkronenbedeckung in deutschen Städten ab 50.000 Einwohnern entwickelt haben.

Wenn allerdings – wie eine Studie der Technischen Universität Dresden belegt – für einen gefällten Altbaum mit einer etwa 20 Meter großen Krone etwa 400 neue Jungbäume gepflanzt werden müssten, um wenigstens einen Teil des Verlusts an Funktionen das Altbaumes auszugleichen, muss dann nicht klar sein, dass der Baumschutz Vorrang haben sollte?

Auch auf Privatflächen sind große Bäume nicht immer willkommen. Je nach Bedürfnissen der Eigentümer*innen führen zum Beispiel unerwünschte Verschattung (z.B. einer PV-Anlage), der für einen kleinen Garten zu hohe Flächenbedarf, der Laubfall im Herbst und die Verantwortung für die Verkehrssicherheit zu Konflikten. Hier kann das Bewusstsein über den Wert alter Bäume helfen und anstatt einer Fällung eine fachgerechte Baumbegutachtung und Baumpflege (Kronenschnitt, Wurzelsperren etc.) gewählt werden.
Einen umfassenden Lösungsansatz hält am ehesten das Zukunftsmodell der Schwammstadt bereit: die Stadt selbst speichert Regenwasser anstatt es direkt in die Kanalisation abzuleiten. Versickerungsfähige Straßenbeläge, Dachbegrünungen, unterirdische Zisternen und Substratkörper sowie Grünflächen als natürlicher Schwamm und weitere technische und naturbasierte Lösungsansätze würden als Anpassungsstrategie greifen.

Für mehr große Stadtbäume bieten sich beispielsweise Baumrigolen an. Dabei werden Hohlräume mit speziellem Erdsubstrat unter versiegelten Flächen geschaffen, die dem Wurzelbereich mehr Raum und Wasserspeicher bieten. Der Stadtbaum der Zukunft kann so Hitze- und Trockenphasen länger überdauern.
Dies bedeutet jedoch ein tiefgreifendes gesellschaftliches Umdenken und den konsequenten Umbau unserer Städte mit einer Priorisierung der grün-blauen Infrastruktur, die gleichzeitig Klimaschutz, Biodiversität, Lebensqualität, bezahlbaren Wohnraum und moderne Mobilität in den Städten berücksichtigen kann.

Quellen:

Bundeszentrale für politische Bildung
https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/sozialbericht-2024/553016/bevoelkerungsstand-und-entwicklung/

Hitze-Check 2026 der Deutschen Umwelthilfe:
https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/hitze-check-2026-der-deutschen-umwelthilfe-fast-eine-million-baeume-aus-deutschen-staedten-verschwund/

Weiterführende Links

Positionspapier der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zu Grün in der Stadt
https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Projektinformation/Kommunaler_Umweltschutz/Hitzecheck/Positionspapier_Stadtnatur_2026_01.pdf

Schwammstadt – Zukunftskonzept für klimaresiliente Städte und Gemeinden
https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/anpassung-an-den-klimawandel/anpassung-auf-kommunaler-ebene/schwammstadt-zukunftskonzept-fuer-klimaresiliente

Klimawandelanpassung – Strategien und Maßnahmen für widerstandsfähige Kommunen
https://www.klimawandelanpassung.at

Alte Bäume schützen – Warum Großgehölze für Klima und Stadtgrün unverzichtbar sind
https://tu-dresden.de/tu-dresden/newsportal/news/400-jungbaeume-sind-ein-alter-baum-dresdner-forstexperte-andreas-roloff-fordert-mehr-achtung-fuer-die-grossen-gehoelze

Stadtnaturschutz – Positionen und Handlungsempfehlungen für lebenswerte Städte
https://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Natur_und_Landschaft/Stadt/bund-standpunkt-stadtnaturschutz.pdf

Naturschutz in der Stadt – Mehr Biodiversität und Lebensqualität im urbanen Raum
https://www.bund-naturschutz.de/natur-und-landschaft/stadt-als-lebensraum/naturschutz-in-der-stadt

Baum, Bäume, Biodiversität

Natur in der Stadt? Klingt angesichts des ungebremsten Flächenverbrauchs für Verkehrs-, Gewerbe- und Siedlungsflächen nach einem Widerspruch! Doch Städte haben auch viele Orte, in denen die Natur Fuß fassen kann: Parkanlagen, Friedhöfe, Straßenbäume und Alleen, Gärten, Brachen, Balkonkästen, Dach- und Fassadenbegrünungen, Flüsse, Bäche und städtische Erholungswälder können ein grünes Netz über die Stadt spannen.

Bei der Anpassung an den Klimawandel bietet eine hohe Durchgrünung mit Stadtbäumen sowohl Hitzeschutz für die städtische Bevölkerung als auch Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Der Vorteil für die Biodiversität liegt auf der Hand: Bäume an Plätzen, in Parks oder Friedhöfen sowie in an städtischen Ufern von Gewässern müssen nicht der Holzproduktion dienen. Der Anteil alter Stadtbäume mit Lebensraumstrukturen kann also deutlich höher sein als im Wirtschaftswald.

Die Stadt als ein Lebensraum für Tiere und Pflanzen wird immer wichtiger, – aktuelle Forschungen bestätigen, dass die Artenvielfalt in Städten mit dichter und strukturreicher Durchgrünung sogar höher sein kann als in ländlichen Agrargebieten (Turrini, Tabea und Knop, Eva: 2015).

Auf, in und rund um einen Stadtbaum finden Vögel, Fledermäuse, Eichhörnchen und Igel sowie Bienen und weiteren Insektengruppen geeignete Lebensbedingungen: Das dichte Blätterdach der Krone bietet Schutz und Nestplätze, Blüten und Früchte der Bäume dienen als Futterquellen, die Rinde alter Bäume weist Astlöcher und Spalten für Nisthöhlen auf, im und am Wurzelbereich finden Amphibien Erdhöhlen und Igel Laubhäufen, um zu überwintern. Eine Hohe Vielfalt an Insekten können die verschiedenen Lebensphasen des Baumes vom Jung- bis Großbaum bis zu verwitternden Holzresten nutzen.
Der Stadtbaum ist also auch Biotopbaum und zugleich ein Trittstein, der die Verbindung zu weiteren Bäumen und Grünflächen als Lebensräume in der Stadt ermöglicht. Über einen möglichst lückenlosen Biotopverbund kann weiterhin die Verbindung zu Wäldern und Gehölzen der städtischen Außenbereiche in die Landschaft geschaffen werden.

Für die Biotopfunktionen eines Stadtbaumes ist es besonders wichtig, dass dem Wurzelbereich eine ausreichend dimensionierte, am besten offene und extensiv gepflegte Pflanzinsel zur Verfügung steht – besser noch ein Pflanzstreifen oder eine Stadtbaumfläche aus einem Artenmix vieler weiterer Klimabäume. Aktuelle Forschungen in Bayern haben ergeben, dass eine Mischpflanzungen von heimischen und südosteuropäischen Arten dem Klimawandel am besten gewachsen und gleichzeitig die höchste Artenvielfalt aufweisen. So können lebenswerte Wohnquartiere für Mensch und Natur in Einklang gebracht werden.

Quellen:

Turrini, Tabea und Knop, Eva: A landscape ecology approach identifies important drivers of urban biodiversity. Global Change Biology (early view:2015). Abrufbar unter: https://mediarelations.unibe.ch/medienmitteilungen/archiv/2015/medienmitteilungen_2015/die_biodiversitaet_ist_in_staedten_hoeher_als_im_agrarland__gruene_stadtplanung_vorausgesetzt/index_ger.html

Weiterführende Links

Stadtbäume als Lebensräume

Vernetztes Stadtgrün – Wie grüne Lebensräume die Artenvielfalt stärken
https://www.gruen-in-die-stadt.de/wie-vernetztes-gruen-die-artenvielfalt-staerkt/

Stadtbäume als Naturschützer – Lebensräume für Tiere und Pflanzen in der Stadt
https://www.gruen-in-die-stadt.de/stadtbaeume-als-naturschuetzer/

Biodiversität in Kommunen – Handlungsempfehlungen für mehr Stadtnatur
https://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Natur_und_Landschaft/Stadt/naturschutz_stadtnatur_biodivstrategie_kommunen.pdf

Stadt als Lebensraum – Naturschutz und Artenvielfalt im urbanen Raum
https://www.bund-naturschutz.de/natur-und-landschaft/stadt-als-lebensraum

Bund Naturschutz Kempten – Engagement für Stadtnatur und Artenvielfalt vor Ort
https://kempten.bund-naturschutz.de/ortsgruppen/kempten

Stadtgrün fördert biologische Vielfalt – Forschung zu urbanen Lebensräumen
https://idw-online.de/de/news770271

Stadtnatur – Mehr Lebensqualität, Klimaschutz und biologische Vielfalt
https://www.bfn.de/publikationen/broschuere/stadtnatur-plan-lebensqualitaet-klima-und-biologische-vielfalt

Stadtnatur im Wandel – Strategien für Biodiversität und klimaangepasste Städte
https://bfn.bsz-bw.de/frontdoor/deliver/index/docId/1798/file/brs241.pdf

Klimabäume und Biodiversität

Klimabäume der Zukunft – Baumarten für Biodiversität und Klimaanpassung
https://opac.dbu.de/ab/DBU-Abschlussbericht-AZ-35846_01-Hauptbericht.pdf

Insektenvielfalt im Stadtgrün – Bedeutung klimaresilienter Bäume und Grünflächen
https://www.zsk.tum.de/fileadmin/w00bqp/www/bilder/TP5/stadtgruen_2021_insektenvielfalt_in.pdf

Stadtbäume der Zukunft – Empfehlungen für klimaangepasste Baumarten
https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/landespflege/dateien/stadtbaeume_der_zukunft.pdf

Wald und Klimaschutz

Wälder als Kohlenstoffspeicher – Ihr Beitrag zum Klimaschutz
https://www.pflanzenforschung.de/de/pflanzenwissen/journal/schon-gewusst-waelder-waeren-ein-super-kohlenstoffspeicher

Artenreiche Wälder – Natürlicher Klimapuffer gegen den Klimawandel
https://www.pflanzenforschung.de/de/pflanzenwissen/journal/artenreiche-waelder-als-natuerlicher-klimapuffer

Kahle Kronen – Wie der Klimawandel Wälder unter Druck setzt
https://www.pflanzenforschung.de/de/pflanzenwissen/journal/kahle-kronen

Kohlenstoffspeicher Wald – Klimaschutz durch nachhaltige Waldentwicklung
https://www.pflanzenforschung.de/de/pflanzenwissen/journal/kohlenstoffspeicher-wald

Vielfalt ist die beste Versicherung – Warum artenreiche Wälder widerstandsfähiger sind
https://www.pflanzenforschung.de/de/pflanzenwissen/journal/vielfalt-ist-die-beste-versicherung

Klimabäume

Unter Klimabäumen werden Baumarten verstanden, die die Klimawandel bedingten Belastungen zusätzlich zu den speziellen Stressfaktoren in der Stadt ertragen können.

Die neuen Belastungen des Klimawandels sind vor allem:

  • Hitze, Temperatur-Spitzenwerte
  • Trockenheit kurzzeitig bis zu länger andauernden Dürreperioden
  • Spätfrost

Gleichzeitig sind Stadtbäume spezifischen Belastungen ausgesetzt, die dazu führen, dass ihre „Lebenserwartung“ im Vergleich zu Waldbäumen deutlich erniedrigt ist:

  • Luftverschmutzung und Staubablagerungen auf Blättern
  • Begrenzter, oftmals gestörter Wurzelraum (durch Verdichtung, Ablagerungen etc.)
  • Beschädigungen im Wurzel-, Rinden- und Astbereich
  • Hunde-Urin und andere Stoffe im Wurzelraum
  • Winterliches Salzstreuen, konzentrierte Salzen und Schadstoffmix aus abschmelzenden Schneehäufen

Heimische Arten versus nicht-heimische Arten

Bei der Auswahl gibt es einen Zielkonflikt zwischen Klimarobustheit und Biodiversitätsfunktion der Baumart. Will man den Naturschutz und die Artenvielfalt stärken, so sind heimische Baumarten grundsätzlich zu bevorzugen, auch unter ihnen gibt es solche, die sich als Klimabäume eignen.

Sollen Bäume in stark belasteter städtischer Umgebung gepflanzt werden, kommen auch nicht-heimische Klimabäume in Betracht.

Es muss also zunächst für jeden einzelnen Pflanzort entschieden werden:

  • In welcher Klimaregion befindet sich der Pflanzort?
  • Welchen Belastungen ist der Stadtbaum ausgesetzt?
  • Welche Funktion soll mein Stadtbaum an diesem Ort vorrangig erfüllen?
  • Welche weiteren Leistungen des Stadtbaumes sind nachrangig erwünscht?
  • Welcher Baum hat die passendsten Eigenschaften?

Eine ausführliche Bewertung und spezifische Empfehlung für die Eignung von Baumarten in der Stadt gegliedert nach den die Klimaregionen in Bayern ist online oder als Download verfügbar.

Weiterführende Links

ANL – Regionale Empfehlungen für bayerische Städte:
Heimische Bäume und Sträucher im Klimawandel, Teil 1 & 2:
https://www.anl.bayern.de/projekte/regionale_stadtgehoelze/teil1_teil2.htm

Teil 1: Steckbriefe zu heimischen Gehölzen
https://www.anl.bayern.de/projekte/regionale_stadtgehoelze/doc/2025_gehoelzsteckbriefe_teil_1_steckbriefe.pdf

Teil 2: Pflanzempfehlungen für die jeweilige Klimaregion (Bayern)
https://www.anl.bayern.de/projekte/regionale_stadtgehoelze/doc/2025_gehoelzsteckbriefe_teil_2_gemeindeliste.pdf

Straßenbaumliste der GALK – Geeignete Baumarten für Stadt und Straße
http://www.strassenbaumliste.galk.de

Forschung zu klimaresistenten Stadtbäumen der Zukunft
https://idw-online.de/de/news804440

Neue Baumarten für den Klimawandel – Welche Bäume künftig wachsen könnten
https://www.pflanzenforschung.de/de/pflanzenwissen/journal/schon-gewusst-neue-baeume-braucht-das-land

Stadtbäume als Naturschützer – Wie Bäume Artenvielfalt und Umwelt fördern
https://www.gruen-in-die-stadt.de/stadtbaeume-als-naturschuetzer/

Stadtgrün 2021+ – Neue Bäume für lebenswerte und klimafitte Städte
https://www.lwg.bayern.de/landespflege/urbanes_gruen/085113/index.php

Bäume erkennen

Wer die Baumart eines Stadtbaums nicht kennt, kann heute auf eine Vielzahl hilfreicher Bestimmungs-Apps zurückgreifen. Anwendungen wie PlantNet, Seek oder Flora incognita ermöglichen es, Bäume anhand von Fotos ihrer Blätter, Früchte, Rinde oder Wuchsform zu identifizieren. Die Ergebnisse sind oft erstaunlich treffsicher und können dabei helfen, mehr über die Artenvielfalt vor der eigenen Haustür zu erfahren.

Eine besondere Möglichkeit bietet die App „Mein Baum“ des Bund Naturschutz. Hier können Bäume kartiert und dokumentiert werden – ähnlich wie bei der Stadtbaumkampagne. Die gesammelten Daten fließen in ein Citizen-Science-Projekt ein und tragen dazu bei, Wissen über den Baumbestand zu sammeln und verfügbar zu machen. Auch Bäume, die nicht eindeutig bestimmt werden können, können eingetragen werden. Die Community unterstützt anschließend bei der Bestimmung und hilft dabei, gemeinsam mehr über unsere Stadtbäume zu erfahren.

Bestimmungs-Apps:

PlantNet
Eine der bekanntesten Citizen-Science-Apps. Die Bestimmung erfolgt anhand von Fotos von Blättern, Blüten, Früchten oder Rinde. Die Daten fließen gleichzeitig in wissenschaftliche Projekte ein.

Seek by iNaturalist
Sehr benutzerfreundlich und besonders für Einsteiger geeignet. Die App erkennt Pflanzen und Tiere direkt über die Smartphone-Kamera und bietet spielerische Herausforderungen.

iNaturalist
Eine der größten Naturbeobachtungsplattformen weltweit. Beobachtungen können hochgeladen und von einer aktiven Community bestimmt oder überprüft werden.

Flora Incognita
Eine in Deutschland entwickelte App mit sehr guter Erkennungsleistung für heimische Pflanzen. Sie bietet umfangreiche Hintergrundinformationen und wird wissenschaftlich betreut.

Plantura Garten-App
Enthält neben einer Pflanzenbestimmung auch viele Informationen zu Pflanzenpflege und Gartenpraxis.

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16 Juli

Unsere Baumportraits

Die Baumporträts stellen ausgewählte Bäume vor und machen ihre Besonderheiten sichtbar. Neben Informationen zu Baumart, Standort und ökologischer Bedeutung erzählen die Porträts auch, warum diese Bäume für Menschen vor Ort wichtig sind. So entsteht eine vielfältige Sammlung, die zeigt, welchen Beitrag Siedlungsbäume für Klima, Artenvielfalt und lebenswerte Orte leisten.

Eine Besonderheit: In Orten, aus denen mehr als 10 Bäume eingereicht werden, sollen vorübergehend QR-Codes an den entsprechenden Bäumen angebracht werden, die direkt auf das jeweilige Baumportrait verweisen.

Esche

vermutlich fraxinus excelsior
Immenstadt i. Allgäu

Robinie

Faboideae
Hofgarten Kempten

Sommerlinde

Tilia platyphyllos
Dietmannsried-Reicholzried

Linden

Tilia
Kalvarienberg Sonthofen

Baumportraits selbst einreichen

Die Baumporträts sollen Stadtbäumen eine Stimme geben und ihre Bedeutung für Klima, Biodiversität und lebenswerte Orte sichtbar machen. Für die Einreichung werden vor allem ein aussagekräftiges Foto, der Standort und – wenn möglich – die Baumart benötigt.

Optional können zusätzliche Informationen oder kreative Beiträge ergänzt werden. Dabei dürfen die Bäume selbst „zu Wort kommen“: Was macht mich besonders? Woran erinnere ich mich? Was wünsche ich mir von den Menschen? Auch persönliche Geschichten, Erinnerungen oder besondere Begegnungen mit dem Baum sind ausdrücklich willkommen. Manche Bäume haben über Jahrzehnte oder Jahrhunderte beeindruckende Entwicklungen erlebt, andere sind wichtige Lebensräume oder stehen vor besonderen Herausforderungen wie Trockenheit oder versiegelten Böden.

Ergänzend fließen auch Informationen und Themen des Projektteams rund um Stadtbäume in die Porträts mit ein.

Standorte aller Baumportraits

In unserer interaktiven Karte können alle  Baumportraits aus der Region gesucht werden. Durch Klick auf einen Kartenmarker werden die Baumdetails sichtbar.

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